Bericht über den Abschied unseres Pastors Norbert Schmidt

 

Fast genau 13 Jahre war Norbert Schmidt Pastor in unserer Gemeinde: Am 1. Januar 2003 hat er sein Amt in der EFG Wilhelmstadt angetreten, nach Stationen in München, Miltenberg,Berlin-Reinickendorf und Wennigsen. Nun hat er Abschied genommen: Am 1. Adventssonntag 2015 wurde er in einem Festgottesdienst aus seinem Dienst entlassen.

 

 Ein Pastor ist immer nur so gut, wie die Gemeinde für ihn betet“, das waren – leicht augenzwinkernd – die Schlussworte von Norbert Schmidt. Im Rückblick dankte er für die gemeinsame Zeit und fasste zusammen: „Ja, es gab auch Schwierigkeiten, es lagen auch Steine im Weg. Aber ich habe mit großer Freude gesehen, wie die Gemeinde sich entwickelt hat. Viel hat sich bewegt.“ Dass  nicht alles fertig geworden ist, sei ganz normal, doch man dürfe nicht immer auf die Defizite schauen. „Gemeinde ist ein lebendiger Organismus. Nun muss man weitergehen und nach vorn schauen. Und das heißt: auf Christus schauen.“ Wenn Christus im Mittelpunkt steht, dann gehe es auch mit der Gemeinde voran.

 

Friedbert Neese von der Bundesgeschäftsführung war gekommen, um Pastor Schmidt offiziell zu entpflichten und ihm zu danken für 33 Jahre im vollzeitlichen Dienst. „Dein Herzensthema war Erneuerung“, sagte Friedbert Neese, „Erneuerung aus der Beziehung zu Jesus Christus.“ Das Angebot „Hörendes Gebet“ stehe als Beispiel für diesen Weg. Nun komme die große Veränderung im Lebenslauf und das sei durchaus ein Grund zum Gratulieren: „Du bleibst Pastor, aber ohne die Last der Verantwortung. Du kannst etwas machen, aber du musst nichts mehr machen. Ein wunderschöner Stand.

 

Mut zum Aufbruch – ein Kernthema in Friedbert Neeses Predigt: „Gerade heute gilt der Weckruf des Apostels Paulus, der uns sagt: ‚Es wird nicht dunkel, sondern hell. Wach auf, geh dem Tag des Herrn entgegen.’ Gott will, dass wir Tagmenschen sind, dass wir aufbrechen, dass wir unterwegs zur Liebe sind. Tagmenschen werden wir, wenn wir uns auf die Liebe Gottes einlassen.“ Das Gebot der Liebe sei die Zusammenfassung von allem, wozu wir aufgefordert sind, und so wünschte er Bettina und Norbert wie der ganzen Gemeinde: „Gott möge euch begleiten auf dem Weg der Liebe.“

 

Das war das Stichwort für das Lobpreisteam:  Mit dem Lied „Die Liebe bleibt“ setzten  Antje Zante(Gesang), Ariane Zenker (Klarinette) und Marli Waldow (Klavier) einen ganz besonderen Akzent, der wohl niemanden im Raum unberührt ließ.

 

Nicht nur für Norbert Schmidt bedeutete der Tag einen Abschied, auch seine Frau Bettina beendet nun ihren Dienst als Diakonin. Gabi Neubauer von der Gemeindeleitung erinnerte besonders an Bettinas „ruhige, besonnene Art“ und an die geistliche Unterstützung für viele Geschwister, die Rat suchten: „Danke für die vielen Mut machenden Worte, die du dir dafür von Gott hast geben lassen.“  Aus Psalm 27 und Psalm 57 stammten zwei Begriffe, nämlich „Kraft“ und „Flügel“, die sich zu einem Segenswort für Norbert und Bettina zusammenfügten: „Ich wünsche euch Flügel des Herrn, damit ihr Kraft zum Fliegen habt.“

 

Unser Gemeindeältester Martin Zenker sagte: „Lieber Norbert, Versöhnung war ein Schwerpunkt deiner Arbeit, innere Heilung im Einzelnen und im Miteinander, und da ist viel passiert.“ Viel sei im Verborgenen geleistet worden, auch manche Auseinandersetzung, die nicht öffentlich gemacht wurde: „und so gehört sich das auch.“ Das Fundament des Dienstes sei bei allem unverhandelbar gewesen: „Es war dir immer ein Anliegen, im Wort zu bleiben.“ ­ Wie die Bibel jederzeit ein Leitfaden sein könne, auch im Alltag –  das habe der Pastor vorgelebt: „Wenn wir in der Gemeindeleitung Diskussionen hatten, dann hast du oft ein Bibelwort gelesen – und damit war alles klar.“

 

Torsten Wolff übergab Norbert Schmidt ein Abschiedsgeschenk, das viele Geschwister gemeinsam gestaltet hatten – jeder hatte eine Seite zu dem Sammelband „Lesezeichen“ beigetragen, um mit Sprüchen, Bibelworten, Anekdoten und Fotos die gemeinsame Zeit festzuhalten. „Du hast durch Gottes Wort Lesezeichen gesetzt, in Gottesdiensten wie in Gesprächen, das möchten wir dir mit diesem Album zurückgeben“, erklärte der Leiter der Lobpreis-Teams.

 

Es folgten Grußworte und Segenswünsche von Gästen und Weggefährten auch aus den Nachbargemeinden. So grüßte Pastor Jörg Gerasch von der Josuagemeinde auch im Namen der Ev. Allianz in Spandau und appellierte: „Lasst und weiter arbeiten an der gemeinsamen Vision, die Verwirklichung vom Reich Gottes zu erleben.

 

Berichtet von Angela Schumann-Philipp

 

  

 

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